Es dürfte mittlerweile wirklich kein Geheimnis mehr sein, dass mit 49% fast die Hälfte des Traffics im Internet von mobilen Geräten ausgeht. Dennoch verzeichnen viele Unternehmen immer noch mobile Konversionsraten, die weit unter denen von Desktop-Traffic liegen. Während das in Teilen zwar einem veränderten Browsing-Verhalten auf Mobilgeräten geschuldet ist, zeigt es aber auch ganz klar, dass Unternehmen noch nicht genug tun, um ihre Mobil-Konversionsrate zu verbessern.

In diesem Artikel beschreiben wir 6 Schlüsselfaktoren, um die sich E-Commerce-Unternehmen kümmern müssen, um die mobile Conversion auf Vordermann zu bringen.

 

Verringern Sie Ladezeiten

Wenn eine E-Commerce-Seite länger als 5 Sekunden braucht, bis sie vollständig geladen ist, wird mehr als die Hälfte Ihrer Besucher Ihre Seite verlassen. Das ist mehr als die Hälfte an potentiellen Kunden, die Ihnen nicht mal die Chance geben, sich in zahlende Kunden verwandeln zu lassen. Aus diesem Grund kann man es gar nicht oft genug sagen, wie wichtig es ist, die Ladezeiten Ihrer Seite so weit wie möglich zu reduzieren. Wenn Sie Ihre Seite optimieren möchten, starten Sie stets mit den Grundlagen – Die Verringerung der Ladezeit ist so eine Grundlage.

 

Verringern Sie Bildgrössen

Während die Auflösung der Displays unserer Smartphones immer besser wird, sind die Bildschirme unserer Mobilgeräte in den letzten Jahren nicht grösser geworden. Daher kann man in den meisten Situationen getrost darauf verzichten, ultra-hochaufgelöste Bilder zu verwenden. Einfache Designs mit soliden Farbblöcken erlauben es Ihnen, die Auflösung von Grafiken noch weiter zu verringern – und auf den meisten kleinen Bildschirmen sieht das sogar viel besser aus.

 

Bringen Sie Ihren Code auf Vordermann

Beim ersten Erstellen einer Internetseite passiert es schnell, dass man überflüssigen oder ineffizienten Code irgendwo ablegt, da man die Seite so schnell wie möglich zum Laufen bekommen und veröffentlichen möchte. Das kann nicht nur die Geschwindigkeit der Seite in Mitleidenschaft ziehen, sondern auch weitere Probleme verursachen. So können zum Beispiel laufende Skripte oder Plugins, die auf der ganzen Seite verwendet werden, obwohl sie nur auf spezifischen Seiten benötigt werden, zu Kompatibilitätsproblemen zwischen verschiedenen Plugins führen.

 

Verwenden Sie qualitativ hochwertige Erweiterungen

Eine schlecht geschriebene Erweiterung oder ein qualitativ minderwertiges Plugin laufen oft langsamer als sie sollten und bremsen die Seite gehörig aus. Darüber hinaus kann es aufgrund von Bugs zu Problemen mit der Verlässlichkeit und Stabilität der Seite sowie der Kompatibilität mit Ihren anderen Systemen kommen.

Für Magento steht z.B. Amastys „Google Page Speed Optimizer” zur Verfügung. Diese Extension kann die Geschwindigkeit auf Mobil- und Desktopgeräten signifikant erhöhen. Der Optimizer erlaubt es Ihnen, die Grösse von Bildern für Mobilgeräte automatisch anzupassen, JS- und CSS-Dateien zusammenzuführen und zu minimieren und ermöglicht lazy loading.

 

Veröffentlichen Sie Sicherheits- und Vertrauenssiegel

Online-Kunden werden oft nervös beim Betreten von Online-Shops, von denen sie noch nie etwas gehört haben. Es ist daher immens wichtig, sie von Ihren Sicherheitsmassnahmen und Ihrer Vertrauenswürdigkeit zu überzeugen. Das gilt besonders für mobilen Traffic, da sich diese User häufig über unsichere, öffentliche Wifi-Netze verbinden, wie man sie in Cafés oder an Flughäfen findet. Die Veröffentlichung von Sicherheits- und Vertrauenssiegeln an prominenter Stelle wirkt sich signifikant auf die Konversionsrate aus. Es mag zwar verlockend sein, diese Elemente kleiner zu gestalten oder gar ganz wegzulassen, um Ihre Seite klarer und cleaner auf Mobilgeräten erscheinen zu lassen. Das Fehlen einer Sicherheitsgarantie kann die Konversionsrate jedoch erheblich reduzieren.

 

Bieten Sie bequeme Zahlungsmethoden an

Mobile Transaktionen müssen schnell vonstatten gehen und sich nahtlos in das Benutzerverhalten des mobilen Kunden einfügen. Ihre Besucher haben keine Zeit zu verlieren und das Gefummel mit Transaktionsdaten und Lieferdetails auf einem kleinen Mobildisplay ist ohnehin schon alles andere als ideal.

Um dem Wunsch nach einer schnellen und bequemen Bezahlung nachzukommen, sollten Sie eine weite Bandbreite an Zahlungsmöglichkeiten anbieten, einschliesslich Twint und PayPal. Wer mindestens drei verschiedene Alternativen zur Bezahlung anbietet, kann seine Konversionsrate um bis zu 30% steigern. Auch die Option zum automatischen Ausfüllen von Liefer- und Bezahlfeldern während der Account-Erstellung hilft, die Konversionsraten nach oben zu treiben, indem es die Zahl der Menschen erhöht, die Willens sind, ein Konto anzulegen, während sie unterwegs sind.

 

Testen, optimieren, anpassen

Beim E-Commerce handelt es sich immer noch um eine junge Industrie, die sich rasend schnell entwickelt. Daher bedarf es kontinuierlicher Optimierung, Tests und Veränderungen, um eine hohe conversion rate aufzubauen, aufrechtzuerhalten und sich gegenüber der Konkurrenz behaupten zu können. Behalten Sie immer ihre Click-Through- und conversion rate im Auge und sammeln Sie so viele Daten hinsichtlich des User-Verhaltens wie Sie nur können – und zwar für jede einzelne Seite. Wenn Sie Veränderungen vornehmen, testen Sie die Resultate mit split testing auf Herz und Nieren. So stellen Sie sicher, dass sich die Veränderungen auch tatsächlich positiv auf die Konversionsrate auswirken. Nur durch ständiges Überprüfen und Testen der Seite finden Sie die Bereiche, die noch verbessert und auf das Nutzerverhalten Ihrer Kunden ausgerichtet werden können.

 

Mobil-freundliches Design

Fast die Hälfte des gesamten Internetverkehrs wird von Usern mit Mobilgeräten erzeugt. Daher sollte es für Seitenbetreiber oberste Priorität sein, die Verwendung und Navigation auf ihren Seiten für mobile User so angenehm und einfach wie möglich zu gestalten. Konzentrieren Sie sich auf ein klares, einfaches Design, das so wenige Eingaben wie möglich vom User erfordert, um zu finden und zu kaufen, was er sucht. Funktionen wie eine geschichtete Navigation und eine One-Step-Kaufabwicklung sind ein absolutes Muss, wenn es darum geht, eine angenehme Einkaufserfahrung auf Mobilgeräten zu garantieren.

 

Fazit

Verbessern Sie die Benutzerfreundlichkeit Ihrer Seite auf Mobilgeräten, indem Sie mobilfreundliche Kommunikation und Bezahlmethoden anbieten. Stellen Sie sicher, dass Ihre Kunden auf den ersten Blick erkennen, dass Ihr Shop vertrauenswürdig ist. Analysieren Sie Ihre eigene Leistung und stellen Sie sich darauf ein, immer wieder kleine Veränderungen an Ihrem Design vornehmen zu müssen – E-Commerce unterliegt ständigen Veränderungen!